Woher kommt der Name "Seifenkiste"?
Hier die erste Version:
Als im Juli 1933 der amerikanische Fotograf Myron Scott auf der Suche nach einer Geschichte über Spielgewohnheiten
von Kindern war, entdeckte er eine Gruppe Knaben, die mit selbstgebastelten Holzgestellen auf Kinderwagenrädern den
Berg hinabfuhren. Er hatte eine Idee: Man sollte Rennen mit solchen selbstgebastelten Kisten veranstalten.
Den Namen für diese Renner fand Myron Scott auch schnell: Weil ihn das Gefährt an eine Seifenschachtel erinnerte, nannte
er es "Soap Box" - Seifenkiste. Es hat ihn unsterblich gemacht.
Das erste offizielle Seifenkistenrennen fand dann 1934 in Dayton (Ohio) statt.
Mit 300 Teilnehmern und 40 000 Zuschauern.
Quelle: Berliner Morgenpost, Oktober 1998
Die zweite Version:
Der Name "Seifenkiste" existiert erst seit den dreißiger Jahren.
Damals hatte sich eine amerikanische Seifenfabrik einen besonderen
Werbegag ausgedacht: Sie zeichnete auf stabile Verpackungskisten ihres
Produktes den Grundriß für ein kleines, leicht herzustellendes Automobil
und belieferte die jungen "Autobauer" auch gleich mit den notwendigen
Metallteilen.
Quelle: Historie des Seifenkistenrennens in Oberursel.
Chronik des Seifenkistenrennens in Deutschland
1904: Erstes organisiertes "Kinder-Automobilrennen" in Oberursel
1948: Die Adam Opel AG in Rüsselsheim übernimmt aus den USA das dort bekannte "Soap Box Derby" als "Seifenkistenrennen" in Deutschland.
1948-1971: 23 Bundesmeisterschaften werden in Duisburg unter der Schirmherrschaft der Adam Opel AG ausgetragen.
1971: Opel erklärt seinen Rückzug aus dem Seifenkistenrennen
1972-73: Johannes Focke führt in seinem Heimatort Mettingen (Tecklenburger Land / NRW) zwei Bundesmeisterschaften durch.
1973: Gründung des DSKD e.V. (Deutsches Seifenkisten Derby e.V.) in Frankfurt/Main.
1984: Einführung einer Junior-Klasse (8-12 Jahre) und Senior-Klasse (10-15 Jahre).
Historie des Rottenburger Seifenkistenrennens
Schon am 27.8.1950 veranstaltete der Rottenburger ADAC-Motorsportclub seine "1. Schlösser und Burgenfahrt mit großem
Seifenkistenrennen". Letzteres wurde auf der Remmingeheimer-Straße ausgetragen. Unterschieden wurde zwichen "selbstgebauten
Fahrzeugen" und "Seifenkisten mit Werkstattbeihilfe".
Gestartet wurde unterhalb des Kalkweiler Schafhauses. Weil die Straße relativ flach verlief wurde eine steile Rampe als Starthilfe aufgebaut.
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Quelle: Bildband "Die 50er und 60er Jahre in Rottenburg a.N. von Dieter Manz
Diese Tradition wollen wir im Jahre 2009 wieder neu aufleben lassen.
Als jetzt die Arbeitsgemeinschaft SK-Rottenburg (Dietmar Schneider / Johann Wolf) mit dieser Idee an die Öffentlichkeit ging, wurde ein reges Interesse gezeigt.
Der HGV Rottenburg und der MSC Rottenburg im ADAC (ganz wichtig für die Rennleitung und die Zeitmessung) wurden als Ünterstützer und Mitorganisatoren gewonnen. Nicht zuletzt war es die Unterstützung der Stadt Rottenburg, insbesondere durch Herrn Bomm vom Ordnungsamt, die eine Wiederbelebung der Seifenkistenrennen ermöglicht hat.
Quelle: Bildband "Die 50er und 60er Jahre in Rottenburg a.N. von Dieter Manz